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Syrmien

Donauschwaben
Donauschwaben

Syrmien

Slawonien - Bosnien

Von Josef Müller

Das Gebiet zwischen Donau, Drau und Sawe ist altes Kulturland. Zur Zeit der Römer war Mitrowitza (Sirmium) eine römische Großstadt mit 200 000 Einwohnern und Sitz eines Cäsars. Sirmium wurde wiederholt belagert und zerstört. Die Hunnen und Bulgaren sowie germanische Stämme verwüsteten das Land. Die Kroaten und Serben kamen aus Südrussland und siedelten sich dauernd an. Im 8. Jahrhundert wurde das Zwischenstromland fränkisches und im 11. Jahrhundert ungarisches Hoheitsgebiet. Nach der Schlacht bei Mohatsch (1526) fiel es an die Türken. Auf diesem Gebiet schlug der Markgraf Ludwig von Baden die Schlacht bei Slankamen (1691) und Prinz Eugen von Savoyen die Schlacht bei Peterwardein (1716). Im Jahre 1754 wurde die slawonische Militärgrenze als Schutzwall errichtet. Die Türkengefahr war damit gebannt. Da anfangs Syrmien und Slawonien nur dünn besiedelt waren, riefen die Militärgrenzverwaltung und der grundbesitzende Adel deutsche Handwerker und Bauern, damit sie das Heer versorgen und auch den Wohlstand heben. Nach dem ersten Weltkrieg wurden die Donauschwaben eine "Minderheit". Sie waren aber auch in dieser Zeit gute jugoslawische Staatsbürger und von den Staatsnationen wohlgelitten. Der zweite Weltkrieg und der Nationalitätenhass machten dem fast zweihundertjährigen Zusammenleben ein Ende.

Best.-Nr. 145
130 Seiten, harter Einband, Schutzumschlag, Preis €25,00

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